Lage: Deutschland Bayern Füssen
Kleiner, tiefer Bergsee westlich von Füssen, bekannt für seine rote Bakterienschicht in der Tiefe und für zahlreiche Sagen.
Interessante Fakten
- Seit 1983 ist das Tauchen im Alatsee verboten.
- Gerüchte über versenktes Gold inspirierten den Kluftinger-Krimi „Seegrund“.
- Der Abfluss enthält Schwefelwasserstoff, den man riechen kann.
Gründe für einen Besuch
- Ruhiger Bergsee in einer schluchtartigen Senke nahe der österreichischen Grenze
- Naturphänomen der roten Bakterienschicht
- Sagenumwobener Ort mit bewegter Geschichte
Der Alatsee liegt etwa sechs Kilometer westlich von Füssen auf 868 Metern Höhe in einer schluchtartigen Senke, nur rund 80 Meter nördlich des Falkensteinkamms, über den die Grenze zu Österreich verläuft. Mit rund 12 Hektar Fläche ist er klein, aber bis zu etwa 32 Meter tief.
Besonders ist sein Aufbau: Der See ist meromiktisch, das heißt, seine tiefen Wasserschichten mischen sich nicht mit dem Oberflächenwasser. In 15 bis 18 Metern Tiefe liegt eine leuchtend rote Schicht aus Purpurschwefelbakterien, darunter ist das Wasser nahezu sauerstofffrei. Diese Schicht gilt als eine der ausgeprägtesten ihrer Art in Süßwasserseen.
Um den See ranken sich zahlreiche Sagen und Gerüchte, etwa über versunkene Schätze aus dem Zweiten Weltkrieg. Gefunden wurde nichts; seit 1983 ist das Tauchen verboten, Ausnahmen gibt es nur für wissenschaftliche Zwecke. Der See liegt in einem Landschaftsschutzgebiet.
Geschichte
In der Nähe des Sees ist eine keltische Kultstätte belegt. Bis ins späte 19. Jahrhundert wurde in der Umgebung Gips abgebaut. Im Zweiten Weltkrieg führte die Luftwaffe im See aerodynamische Versuche mit Unterwassermodellen durch; Reste der Versuchsgestelle liegen noch im See.
Besondere Merkmale
Meromiktischer Bergsee mit roter Schicht aus Purpurschwefelbakterien in 15 bis 18 Metern Tiefe und nahezu sauerstofffreiem Tiefenwasser. Gespeist wird der See aus Grundwasser; er entwässert über den Faulenbach zum Lech.
Karte
Öffnet einen externen Routenplaner. Bitte vor der Abfahrt Zugang und Öffnungszeiten prüfen.
In der Umgebung


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Quellen
Bild: Molgreen · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
