Lage: Deutschland Bayern Füssen
Stelle einer mittelalterlichen Ministerialenburg beim Füssener Ortsteil Oberdeusch – erhalten sind nur Reste der Wallanlage und ein alter Brunnen.
Interessante Fakten
- Die Anlage wird auch Hessenburg genannt.
- 1401 kaufte das Kloster St. Mang die Burg.
- Mauerreste sind nicht mehr erhalten, nur noch Spuren der Wallanlage.
Gründe für einen Besuch
- Spuren einer mittelalterlichen Burg im Füssener Umland
Der Burgstall Oberdeusch, auch Hessenburg genannt, liegt beim gleichnamigen Ortsteil von Füssen auf rund 909 Metern Höhe. Die Burg entstand vermutlich im 12. Jahrhundert als Sitz eines Ministerialengeschlechts, das sich „Hessen von dem Tusche“ nannte; als erster Vertreter ist 1370 Chunrad der Hess urkundlich belegt.
1401 verkauften Heinz und Mangold von Tuschlin die Burg an das Kloster St. Mang. Nach 1570 wird das „Schloss“ Oberdeusch nicht mehr erwähnt; im 17. Jahrhundert verfiel die Anlage, und ihre Steine wurden als Baumaterial genutzt. Heute sind nur noch Reste der Wallanlage, ein Gedenkstein und ein rund 18 Meter tiefer, mit behauenen Steinen gefasster Brunnen erhalten. Der Burgstall ist als Bodendenkmal geschützt.
Geschichte
Vermutlich im 12. Jahrhundert als Ministerialensitz entstanden, 1370 erste urkundliche Nennung eines Vertreters (Chunrad der Hess), 1401 Verkauf an das Kloster St. Mang, nach 1570 keine Erwähnung mehr, im 17. Jahrhundert Verfall und Abbruch der Steine.
Besondere Merkmale
Burgstall mit Resten einer Wallanlage; der Osthang fällt rund zehn Meter steil ab. Die Burg war etwa 25 Meter breit, ihre genaue Größe lässt sich nicht mehr bestimmen. Ein rund 18 Meter tiefer Brunnen versorgte sie vermutlich mit Wasser.
Karte
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Quellen
Bild: Herzemann 20:56, 8. Apr. 2010 (CEST) · Public domain · Wikimedia Commons
