Kloster aus dem frühen 17. Jahrhundert am linken Maasufer in Dinant – schlichte Anlage um einen Kreuzgang, heute Sitz städtischer Sozialdienste.
Interessante Fakten
- Der Bau wurde am 27. April 1613 genehmigt.
- 1797 wurden die Kapuziner vertrieben.
- Seit 1978 sind die älteren Teile denkmalgeschützt.
Gründe für einen Besuch
- Eines der ältesten erhaltenen Bauwerke der Stadt
- Schlichte Klosterarchitektur des 17. Jahrhunderts
Das ehemalige Kapuzinerkloster liegt am linken Ufer der Maas in Dinant, flussaufwärts der Vorstadt Saint-Médard. Am 27. April 1613 genehmigte der Lütticher Fürstbischof Ferdinand von Bayern den Bau; die Kapuziner wählten dafür einen Platz außerhalb der damaligen Stadt.
Die Anlage bildet ein Viereck aus Kirche und drei zweigeschossigen Konventsgebäuden um einen Innenhof, den Kreuzgang. Die einschiffige Kirche auf der Nordseite hat drei Joche, einen gerade geschlossenen Chor und zwei Seitenkapellen. Die schlichte Gestaltung spiegelt die franziskanische Einfachheit wider; das Äußere gilt als weitgehend ursprünglich, im Inneren wurde im 19. Jahrhundert vieles verändert.
1797 wurde das Kloster als Nationalgut beschlagnahmt und die Kapuziner wurden vertrieben. Danach diente es als Hospiz, Krankenhaus und Waisenhaus. Heute befinden sich hier Büros des städtischen Sozialzentrums (CPAS). Seit 1978 stehen die älteren Teile unter Denkmalschutz.
Geschichte
1613 Baugenehmigung durch Fürstbischof Ferdinand von Bayern, Bau in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1797 als Nationalgut beschlagnahmt, danach Hospiz, unter Leitung der Vinzentinerinnen Krankenhaus, später auch Waisenhaus. Heute Sitz des CPAS von Dinant. 1978 unter Denkmalschutz gestellt.
Besondere Merkmale
Vierflügelanlage aus Kirche und drei zweigeschossigen Konventsbauten um einen Kreuzgang. Einschiffige Kirche mit drei Jochen und zwei Seitenkapellen, schlichte Gestaltung nach franziskanischem Ideal.
Karte
Öffnet einen externen Routenplaner. Bitte vor der Abfahrt Zugang und Öffnungszeiten prüfen.
In der Umgebung

Stiftskirche Notre-Dame (Dinant)
Dinant, Wallonie
0,3 km entfernt
Gotische Stiftskirche am Ufer der Maas mit markantem Zwiebelturm vor der Felswand – das Wahrzeichen Dinants, mit einem der größten Kirchenfenster Europas.
Route
Zitadelle von Dinant
Dinant, Wallonie
0,4 km entfernt
Festung auf dem Felsen über Dinant und der Maas – heute Museum, erreichbar auch mit einer Seilbahn, mit Ausblick über Stadt und Fluss.
Route
Grotte La Merveilleuse
Dinant, Wallonie
0,5 km entfernt
Tropfsteinhöhle bei Dinant, 1904 beim Bau einer Kleinbahn entdeckt – mit Kalksinter-Kaskaden und einem unterirdischen Fluss.
Route
Kirche Saint-Georges in Leffe
Leffe, Wallonie
1,0 km entfernt
Kirche aus dem 13. Jahrhundert im Dinanter Stadtteil Leffe an der Maas – mit romanischem Kern und historischen Hochwassermarken am Portal.
Route
Abtei Notre-Dame de Leffe
Leffe, Wallonie
1,2 km entfernt
Prämonstratenserabtei an der Maas in Dinant-Leffe, gegründet 1152 – Namensgeberin des bekannten Abteibiers und bis heute von Chorherren bewohnt.
Route
Burgruine Crèvecœur
Dinant, Wallonie
1,2 km entfernt
Burgruine auf einer Klippe rund 80 Meter über der Maas bei Bouvignes – frei zugänglich und mit einer bekannten Sage um drei Burgfrauen.
Route
Quellen
Bild: Jorge Franganillo · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
