Rund 40 Meter hohe Felsnadel an der Maas zwischen Dinant und Anseremme – der Sage nach vom Huf des Wunderpferds Bayard gespalten.
Interessante Fakten
- Die Felsnadel ist rund 40 Meter hoch.
- Die Lücke zum Felsmassiv schufen Soldaten Ludwigs XIV. für einen Weg entlang der Maas.
- Gustave Courbet malte den Felsen um 1856, das Bild hängt im Fitzwilliam Museum in Cambridge.
- Seit den 1960er-Jahren ist das Klettern am Felsen verboten.
Gründe für einen Besuch
- Eines der bekanntesten Fotomotive im Maastal
- Sagenumwobener Ort der Haimonskinder-Legende
- Kurzer Abstecher von Dinant aus, gut mit Anseremme zu verbinden
Der Rocher Bayard, auf Deutsch Bayardfelsen, ist eine rund 40 Meter hohe Felsnadel am rechten Ufer der Maas zwischen Dinant und Anseremme. Zwischen der schlanken Felssäule und dem übrigen Felsmassiv führt die Straße hindurch – ein Anblick, der den Felsen zu einem der bekanntesten Fotomotive im Maastal gemacht hat.
Seinen Namen verdankt er einer Sage aus dem Mittelalter: Bayard war das Pferd der vier Haimonskinder Renaud, Richard, Alard und Guichard, Söhne des Herzogs Aymon. Nach einem Streit am Hof Karls des Großen, bei dem ein Neffe des Kaisers ums Leben kam, flohen die Brüder auf dem Rücken des Pferdes durch die Ardennen. Hoch über der Maas in die Enge getrieben, schlug Bayard mit seinem Huf auf den Fels und sprang über den Fluss – der Felsen spaltete sich. Ein Hufabdruck soll bis heute zu sehen sein.
Tatsächlich stammt die Lücke von Menschenhand: Soldaten Ludwigs XIV. trennten den Felsen nach der Einnahme Dinants vom Massiv, um einen bequemen Weg entlang der Maas anzulegen. Später wurde die Durchfahrt für den Autoverkehr verbreitert. Victor Hugo beschrieb den Felsen 1838 auf seiner Reise an den Rhein, Gustave Courbet malte ihn um 1856; das Gemälde hängt heute im Fitzwilliam Museum in Cambridge. In den 1930er-Jahren wurde der Felsen erstmals erklettert, seit den 1960er-Jahren ist das Klettern wegen der nahen Straße verboten.
Geschichte
Der Sage nach vom Pferd Bayard der vier Haimonskinder gespalten; tatsächlich nach der Einnahme Dinants von Soldaten Ludwigs XIV. vom Massiv getrennt, um einen Weg entlang der Maas anzulegen, später für Autos verbreitert. 1838 von Victor Hugo beschrieben, um 1856 von Gustave Courbet gemalt. Erstbesteigung in den 1930er-Jahren, Kletterverbot seit den 1960er-Jahren.
Besondere Merkmale
Rund 40 Meter hohe, freistehende Felsnadel am rechten Maasufer; die Straße führt zwischen Felsnadel und Felswand hindurch.
Praktische Hinweise
- Geeignet für
- Familien, Fotografen, Ausflügler im Maastal.
- Anreise
- Am rechten Maasufer an der Straße zwischen Dinant und Anseremme, kurz südlich des Stadtzentrums von Dinant. Der Felsen ist von außen frei zu sehen; Klettern ist verboten.
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Karte
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Quellen
- Wikipedia (fr): Rocher Bayard
- Wikipedia (en): Dinant
- Wikidata: Q2769371
- OpenStreetMap: way/115468294 (© OpenStreetMap contributors, ODbL)
Bild: Mamiot · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
